Hilfe für die 

„Stiftung Schlesische Heimatstuben“.

Die Liegnitzerin Sybille Bieker Wuttke hat ein Buch geschrieben mit dem nicht alltäglichen Titel

 

Gibt es noch Elritzen in der Katzbach?“ 

 

Es handelt sich um eine wahre Familiengeschichte mit vielen verschiedenen Begebenheiten, die von 25 Fotos in schwarz-weiß dokumentiert werden. 285 Seiten im DIN A5-Format. 

 

Aus aufgelösten Lagerbeständen des Henske-Neumann Verlags, Hofheim, wird dieses Buch zu einem Preis von nur 8,- € inklusive Versandkosten angeboten.

Der Erlös geht zugunsten der Stiftung Schlesische Heimatstuben e.V.

Zu beziehen bei:

Maxi-Monika Thürl, Adolf-Kolping-Str. 2, 74743 Seckach, Tel. 06292/7480.

 

Rezensionen:

Vera Grünberg, Hunrodstr. 1, Kassel beurteilt den Inhalt des Buches wie folgt:

Zunächst könnte man meinen, es handele sich um einen leichten Familienroman. Bald merkt man aber sehr, dass hier ein Stück Geschichte, Landeskunde, aber auch ein Stück Volkskunde zu einem Roman verquickt sind. In dessen Mittelpunkt steht ein kleiner Junge des Geburtsjahrganges 1898.

Erzählt wird von dem friedlichen, scheinbar unbedarften Leben in der niederschlesischen Regierungsbezirks-Hauptstadt Liegnitz das selbstverständlich nicht ohne zwischenmenschliche Komplikationen verläuft. Der „sybillinische“ Vorausblick der Autorin und das Wissen des Lesers um die kommenden Ereignisse und Katastrophen, welches die Akteure des Romans nicht erahnen können, löst Nachdenklichkeit aus.

Die oft mundartliche wörtliche Rede, die präzisen Ortsbeschreibungen und Naturbeobachtungen, aber nicht zuletzt die geschichtlichen Rückblicke – liebevoll und lebendig geschildert – erwecken den Eindruck, als habe die Autorin diese Situationen selbst miterlebt. Die Elemente lassen das Ganze zu einer realistischen, literarischen Einheit verschmelzen, kurz gesagt: informativ, amüsant und lehrreich gleichermaßen. 

Minutiöse Detailschilderungen zeugen von genauesten Recherchen in der Stadt- und Landesgeschichte. Der Roman ist eine Hommage an die Stadt Liegnitz mit viel Lokalkolorit. Für einen Liegnitzer stellt es eine Fundgrube der Erinnerungen an seine verlorene Heimatstadt und deren Umgebung dar. Für alle anderen ist es ein stimmungsvolles Gemälde aus einer vergangenen Zeit. Direkt spürbar ist die Liebe der Verfasserin zu ihrem Schlesien, zu ihrem Liegnitz und zur niederschlesischen Lebensart. Diese verständliche Einstellung hat sie dazu bewogen, ein Zeitdokument auf biografischer Grundlage zu gestalten. Der spätere Wechsel in die Autobiographie des herangewachsenen Maxels empfindet man nicht als Stilbruch, vielmehr wird damit ein interessanter literarischer Effekt erzielt.

Anschließend noch die Beurteilung von Alfredo Grünberg:

... da ist das große Staunen eines Sechsjährigen am Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Die Autorin arbeitet nicht mit großen Pinselstrichen, vielmehr lässt sie den Leser die kleine Welt eines Vorschuljungen mit dessen Augen sehen. Das geschaffene Bild erscheint wie eine Makrofotografie mit feinkörnigem Fotomaterial. Sehr nahe gesehen, genau beobachtet und detailliert beschrieben. Scheinbar Unbedeutendes bleibt damit erhalten und gerade deshalb ist es eine Schatzgrube für Historiker und Volkskundler.

Genau ist zu erfahren, wie es auf dem Markt am Ring aussah, wie gehandelt wurde und was die Hausfrau in den Kochtopf tat. Man liest, wie die sozialen Verhältnisse in jener Zeit waren und die Standesunterschiede beachtet wurden. Man erlebt hautnah die Freundschaft zwischen einem Knaben aus geordnetem Haus mit einem „Holzpantoffelkind“. Erstaunlich die Genauigkeit, mit der die Gespräche der beiden wiedergegeben sind und wie treffsicher und einfühlsam die Gedanken und Wünsche, Ängste und Phantasien eines Sechsjährigen erahnt werden. Es ist liebevoll geschrieben, ich wiederhole ‚liebevoll’.“